Mission: Schweden :)

Tag 11: “Sleep tight and take it easy”

3. September 2010

Die beiden befanden sich fernab der Zivilisation und hatten auf ihrem Weg dorthin bereits Elche gesehen!

Es war nicht verwunderlich, dass diese Stille die Ruhe vor dem Sturm gewesen sein musste.
Mitten in der Nacht wurden sie von lautem, blechernen Kreischen geweckt.
Ein bärtiger Hinterwäldler im roten Baumwollholzfällerhemd schlug mit einer Axt unaufhörlich auf das für ihn wohl völlig fremdartig erscheinende Auto ein und gab dabei Laute von sich, welche nur fern als von Menschen erzeugte Silben auszumachen waren. Er muss wohl seit langer Zeit nicht mehr unter Menschen gewesen sein.
Dieser Teil der Geschichte war ausgedacht. Aber er klingt gut, oder?
Nun zurück zur Realität:

Nach einem so entspannenden Vortag, machte sich ANDI frühmorgens - um 11.30Uhr, als Benaja gerade aufwachte - auf, um die umliegende Landschaft weiter mit seiem Mountainbike zu entdecken. Ein schöner Downhill-Track war auch schon bald gefunden und ANDI hatte ne Menge Spaß.
Auf dem Rückweg machte er gleich eine Duschmöglichkeit klar.
Zurück beim Campers, pflegten die beiden das Interieur des Autos und sich selbst - sie rasierten sich.

Auf der langen Fahrt nach Stockholm hörten sich die beiden eine ansprechende Predigt an.
Erweckungen gibt es auch heute noch und beginnen immer mit Gebet!
Lasst uns danach streben und uns nicht weiter mit dem zufrieden geben, was wir bereits erreicht haben und haben.

In einem Vorort von Stockholm sitzen die beiden gerade im Camper auf dem Parkplatz eines großen Einkaufszentrums.
Das ist immer praktisch, denn es gibt gute Waschmöglichkeiten.
Hier hatten sie sich vorhin einen Film - Knight and Day - auf englisch angesehen.

Dass dies kein 24h-Parkplatz ist, fanden sie gerade heraus, als - mal wieder - ein Wachbeamter an ihre Scheibe klopfte und sie darauf hinwies.
Nach ein paar Wortwechseln wünschte er ihnen Folgendes:
“Sleep tight and take it easy” :)

Der Schreiber

Vers des Tages:
“Der Herr ist bei mir wie ein starker Held.”
-Jeremia 20,11

Tag 10: “Entspannung pur in der Idylle Schwedens”

3. September 2010

Vom Funkeln der Sonnenstrahlen auf den Wellen sind wir in dieser Reinheit der Natur aufgewacht. Die Blickrichtung des Autos ermöglichte uns die Sicht auf den Vänernsee, eine gewaltige Ansammlung von Wasser auf einer Fläche von ca. 5600 Quadratkilometern - zum Vergleich: der Starnberger See hat ca. 56 Quadratkilometer Fläche. Das ist ein Hundertstel!
Wir frühstückten im strahlenden Sonnenschein direkt am See - was will man mehr?!
Der Tag verlief weiterhin gemütlich, wir bräunten uns am Sandstrand, nahmen uns die Zeit zu lesen, Musik zu machen und kochten.

Benaja und ANDI

Vers des Tages:
“Lobet den Herrn alle Heiden, preiset Ihn alle Völker.”
- Psalm 117,1

Tag 9: “Vom Bunker bis ans Meer”

3. September 2010

Den Wecker ignoriert, sind sie mitten in der Stadt aufgewacht.
Nach einem solchen Festschmaus war am kommenden Tag erstmal ausschlafen dran.

Eine Attraktion wollten die beiden noch mit ihrer Götheborg-Card mitnehmen und fuhren an einem schönen sonnigen Tag zu einem Militärstückpunkt.
Sie fanden einen strengst geheimen Bunker, dessen Sicherheitsvorkehrungen nicht stark an Area 51 erinnerten. Nur Inhaber der Götheborg-Card sind berechtigt, hier ohne Eintrittsschmiergeld einzutreten. Andere Besucher müssen regulär zahlen.
Zu Zeiten des Kalten Krieges noch stark bewacht, war es den Beiden Schlossknackern problomslos möglich, reinzukommen.
Beim späteren Verhör durch den ranghöchsten Offizier stellte sich heraus, dass der Bereich wegen Umbauarbeiten geschlossen war.
Wie die beiden geschnappt wurden:
Nach Überwindung der ersten beiden Sicherheitsbeamten, besichtigten sie voller Interesse den unterirdischen Flugzeughangar. Mit jedem Schritt vorbei an weiteren Sicherheitsvorkehrungen wuchs ihre Souveränität. Nach einer Unterhaltung mit weiterem Personal auf einem zweimotorigen Transporthubschrauber und der eigenmächtigen Öffnung eines Sicherheitstores zu einem versteckten Flugzeug in einem abgesonderten Hangar, schien es ihnen auch nicht sonderlich fragwürdig über das Rollfeld hin zu einem Helikopter zu schreiten.
Auf einmal raste ein Fahrzeug des schwedischen Militärs auf die beiden zu.
Wir fühlten uns auf der Rückbank wie Gefangene.
“So what’s your name?” fragte ANDI.
“Chief, Officer, blabla…” entgegnete er schroff.
“wahrscheinlich wieder ein Thorvaldsson”, dachten sich die beiden.
Bei der Militärbasis wieder angelangt, ging “nettes Plauderstündchen”, woraufhin sie letztendlich lediglich zum Rand der Militärbasis eskortiert wurden.

Gemütlich ging die Fahrt nun weiter nach Trollhättan.
Hier gab es Wasserfälle, eine Kirche….und ein Shoppingcenter zu inspizieren.

Sie begaben sich nicht auf gesperrtes Gelände.

Die Fahrt ging am selben Abend noch weiter ans empfundene Meer.

Der Schreiber

Vers des Tages:
“Christus hat einmal für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit Er euch zu Gott führte, und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.”
- 1. Petrus 3,18

Tag 8: Götheborg “Mit Dreistigkeit und Eiern in der Hose zum Erfolg!”

3. September 2010

Stilvoll übernachteten die fetten beiden Deutschen in einem noblen Vorort Götheburgs in einer Wohnsiedlung der Superlative.
Um ihre fettlaibigen Körper vom Parfüm der Frauen, die letzte Nacht bei….., naja, zu entledigen, hielten sie in ihrer feinen deutschen Art an einem Sportplatz. Mit Dreistigkeit und Eiern in der Hose kamen sie zum Erfolg: sie durften duschen.

Eine nette und sehr hübsche - braunhaarige - Schwedin verhalf ihnen im Touristeninformationszentrum mit ihren schlagenden Argumenten zur Götheborg-Card. Diese ermöglichte den beiden freien Eintritt in viele Lokalitäten unterschiedlicher Gewerbe und war zugleich ein Ticket zum “Frei Parken”.
Sie gingen (über) Los und gelangten schließlich zur Schlossallee. Und viele Bäume.
Allee.
Sie sangen dabei deutsche Fan-Hymnen.

Der größte Freizeitpark Skandinaviens war leider geschlossen. Sogar diese beiden Forscher betraten den Park aufgrund der Mauer gen Osten nicht.
Stattdessen flogen sie ins Universeum.
Dort sahen sie Affen. Mal wieder.
Hinzu kamen unzählige andere Tier- und Pflanzenarten sowie technische Informations- und Forschungseinrichtungen.
Es war ebenso spannend wie lehrreich.

Beim anschließenden Streifzug durch die Stadt, wurde es kühler, so waren neue Klamotten eine zwingende Notwendigkeit.

Am Hafen war es schön und die beiden Entdecker enterten die Götheborg - ein Nachbau eines historischen Handelsschiffes. Das Besteigen gewöhnt, wurde auch die Spitze des Schiffes erklommen. “I’m the king of the world!” rief Leo.
Nachdem unser Zugang zum Schiffsdeck, der Notausgang, nicht als der angemessende Ausgang erschien, machten sie sich auf die Suche nach dem Ausgang. Ein kleiner Stop beim einem Piano im Konferenzvorraum blieb dabei nicht aus.

Mit vollbepackten Taschen ging es zurück zum Auto.

Die hauseigenen Sanitäranlagen des nahegelegenen 4-Sterne-Hotels sind immer wieder einen Besuch wert.

Schick gemacht gings in den Himmel.
Heaven 23, ein Nobelrestaurant im 23. Stock über den Dächern von Götheburg, ist der Himmel auf Erden für Feinschmecker aus aller Welt.
Sie bestellten sich Sirloin Steak in Rotweinsauce und den besten Shrimpssalat Skandinaviens á la carte.
Ohne zu übertreiben: Es war ein kulinarisches Highlight der Superlative!

Der Schreiber

Vers des Tages:
“Gehört ihr Christus an, so seid ihr ja Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben.”
- Galater 3,29

Tag 7 Helsingborg: “Wild und frei”

30. August 2010

Aufgewacht auf einem Dach,
letzte Nacht gab´s eine Partie Schach

Mit der schönen Sonne im Gesicht,
traten wir ans Tageslicht.

Nach dem Beten kam das Essen
wir sagen es euch, wir sind verfressen.

Wir wollten wie auch Heidi Klum,
endlich mal ins Tropikarium.

Zu einer Stund am Vormittag
machten wir uns auf die Jagt.

Nicht Häschen oder Bunnys waren das Ziel
sondern tropische Tiere im großen Stil.

Von Anakondas bis hin zu Affen,
gab es sehr viel bis auf Giraffen.

Wild und frei waren die Fledermäuse
so nah an uns wie sonst nur Läuse.

Reptilien vieler Klimazonen
die auf ihren Plätzen thronen.

Affen im und auf dem Kopf
doch wir haben keinen Zopf

Wie auf den Malediven sah es aus
zum Glück sprang keiner der Haie raus.

Schwarz und Weißspitzen Riffhaie, Rochen und Kugelfisch,
landeten danach auf unserem Tisch.

Nein keine Sorge so sind wir nicht,
ein Rind beim McDonalds war schon in sicht.

Nachdem wir bei McDonalds essen waren
sind wir einfach weitergefahren.

Nach Fastfoodvergleich zwischen Schweden und Deutschland
lag ein Besuch bei IKEA auf der Hand.

In Indonesien gab es gute Speisen
heute gab es Köttbullar zu gleichen Preisen

Jetzt gehts in Richtung Norden
denn dort ist noch viel verborgen.

Eure Reimemeister
ANDI und Benaja

Tag 6 Lund: “Students inside”

30. August 2010

An einem wunderschönen Sommertag standen 2 absolut gutaussehende zielstrebige Personen auf die nur ein Ziel im Kopf haben: LUND.

Sie fanden einen hervorragenden Parkplatz in der Nähe der Stadt welcher sich später als Ort des Verlustes der Unschuld erweisen würde. Von dort aus ging eine rasante Tour in die Lunder Innenstadt die trotz des Schauers schön anzuschauen war.
Nach einem Besuch in einer Mädchen-Klosterschule fuhren die beiden entspannt und gespannt in Richtung Universität. Auf dem Weg erweiterte sich ihr kultureller und geistlicher Horizont: DER DOM.

Die Gruften in den Kellerkatakomben fanden die beiden Wanderer sehr schön anzuschauen. Später entdecken sie einen überdimensionalen Kerzenständer und fanden sich unglaublich toll diesen gefunden zu haben.

Mit diesem Erfolgserlebnis ging es weiter zur Universität. Im Rahmen der sehr ausführlichen Inspektion der Campussis, fanden Sie den Unieigenen Radiosender und tauschten sich mit 2 zweit Semester Studentinnen über lokale Gegebenheiten und Gebräuche aus. Nach diesem äußerst positiven Austausch gingen sie kacken.

Von jeglicher körperlicher Last befreit erkundeten sie die Stadt. Nach einigen Schritten in der wunderschönen Stadt Lund trafen Andi und Benaja auf den Parteivorsitzenden der Blauen Mönch Partei.

Nun ging es zurück zum oben erwähnten Parkplatz. Auf dem Weg trafen sie eine hübsche junge Schwedische Schönheit und traten in Kontakt mit ihr.

Am Parkplatz angekommen zogen sie sich aus und duschten im momentan geschlossenen Freibad nach einer kleinen Klettertour.

Nachdem die beiden nun wieder angezogen und fahrbereit waren ging es weiter nach Helsinki… “Denk mal nach du Horst, das ist in Österreich” äh ja… also es ging weiter nach Helsingborg. Dort angelangt fanden die Abenteurer einen super Schlafplatz direkt über den Dächern von Helsingborg. Mit Blick auf das weite Meer und der abfahrenden Schiffe schliefen sie gemütlich und gratis ein.

Grüße,
die beauftragten Schreiber von ANDI und Benaja, da diese bereits auf dem Weg ins nächste Abenteuer sind.

Tag 5: Malmö “Duschen, Backficken und die Vergänglichkeit”

29. August 2010

Kopenhagen:
Frühmorgens gönnten wir uns dänische Delikatessen.

Eine Gruppe Mädels saß an einem Tisch im McDonald’s. Besonders bemerkenswert war die Internationalität der Truppe: Neben einer Klischee-Skandinavierin saß eine offensichtliche Muslimin, vermutlich aus dem Iran, eine augenscheinliche Türkin, eine Afrikanerin und eine nette Brünette.

Malmö:
“Duschen, Backficken und die Vergänglichkeit”

Gleich am Morgen haben eure Helden ein abenteuerliches Duscherlebnis gehabt:
Nach langem Ausharren an der verschlossenen Eingangstür eines Formel 1st-klassigen Luxushotels unserer Wahl, konnten wir durch die unabsichtliche Beihilfe eines Unwissenden in das ersehnte Objekt unserer Begierde hineingelangen.
Bewaffnet mit Handtüchern, ätzenden Flüssigkeiten und einem starken Willen, konnten wir die Wächter übermannen und gelangten schließlich in 2 getrennte Badehallen, um unsere Astralkörper in Wasser zu winden. Die Verwüstung wurde anschließend von R2D2 zurück in eine Oase der Reinheit verwandelt.

Nachdem unsere Adonis-Figuren nun von nicht zu übertreffender Reinheit gepflegt waren, verwöhnten wir anschließend unsere Gaumen mit einem Festmahl der Geschmäcker aus Backwerk (hier Backficken genannt) und einem reichhaltigen Zutaten-Buffet.

Die Stadt sonst war langweilig.
Tschüss.

…naja, es ging doch noch weiter:

Nach Befriedigung der physischen Bedürfnisse, haben wir unseren kulturellen Horizont erweitert.
Wir waren shoppen! :)

Desweiteren begaben wir uns zu einer Reise durch die verborgenen Schätze von Malmö. Wir bestritten zu Fuß den Weg zu einem der monumentalsten Bauwerke der Kirchengeschichte der Malmösen.
Es ging weiter zu einer Odysse durch ein gewaltiges buntes Lichtermeer inmitten des Rummels der innerstädtischen Kulturkulisse.
Es schien uns als würde das Leben wie eine Achterbahn an uns vorbeirauschen und unser Ohr vernahm einen Klang, nein, gar mystische Klänge als würden die Sterne einzeln zerspringen, während sich in unseren Nasen der Geruch orientalischer Düfte vermischte.

Wir setzten die Reise fort und beobachten ein Spektakel, aufgeführt von einheimischen und aus der Ferne angereisten Künstlern aus aller Welt, welche die Balance der Elemente in Szene zu setzen wussten.
Dazu erschallten dumpfe Klänge, die teils an das rhytmische Schlagen von afrikanischen Buschtrommeln erinnerten. Der Kampfrichter gab nebulöse Silben von sich mit denen er die Bestreiter des Turniers honorierte und krönte den Sieger und sein Wakeboard schließlich zum Sieg.

Nur wenige dunkle Ecken weiter stießen wir auf Artgenossen einer ähnlichen Spezies, die allerdings bereits die Evolution von Wasser- zu Landskatern vollzogen hatten und einen Palast aus Beton und silbrig glänzenden Relingen bewohnten.

Plötzlich verdunkelte sich alles um uns herum trotz dem strahlend blauen Himmelszelt, an dem wir uns schon den ganzen Tag erfreut hatten!
Vor unseren Augen türmten sich neun Elemente purer mathematisch-physikalischer Perfektion auf.
Nach Überwindung sämtlicher elektronischer und mechanischer Sicherheitsvorkehrungen, kam uns beim Versuch dieses architektonische Bollwerk zu besteigen, Erik Thorvaldson, oder wie auch immer unser mächtiger Endgegner wohl gehießen haben mag, nach einem erbittlichen Wortgefecht in die Quere, woraufhin wir das Weite suchten, noch bevor sein Herrscher weitere Truppen nach uns aussenden konnte.
Leider gelang es uns nicht, das zu seinen Füßen liegende schwarze, italienische Königspferd oder einen seiner weiteren luxuriösen deutschen Verwandten zur Flucht zu nutzen.

Nach dieser langen, strapaziösen Flucht, gelangten wir zur einer Oase der Vergänglichkeit, welche wir zugleich völlig für uns vereinnahmt haben.

Ein dreisprachlicher Encounter mit einer europäischen Gelehrten des Landes blieb auch nicht aus….


an die Männer: seid nicht so versaut!
an die Frauen: was denkt ihr von uns!?

Viel Spaß noch mit eurer Phantasie :)

Eure Playboys

Tag 4: Kopenhagen: “Als hätte ich kein Leben, das es zu verlieren gäbe”

28. August 2010

Wir erwachten an einer Klippe nahe des Abgrundes, welcher in die reißenden Stromschnellen des Störebald führt. Unser mobiles Schlafgemach (Casa Carro) hatte den Wogen des Windes standgehalten und sich keinen Zentimeter weit bewegt.
Nach dem Schrecken des vergangenen Tages, wurden wir mit einer äußerst positiven Nachricht geweckt.
So dachten wir uns: “Was wird dieser Tag wohl bringen?”
Ihr könnt gespannt sein, liebe Leser, wir waren es auch.
Um ehrlich zu sein, wir sind es auch jetzt noch.
Ein voluminöses Bauwerk purer Spannung erstreckte sich vor uns über die einst unüberwindbare Schlucht. “Da sollen wir drüber?” wunderte sich Benaja.
“Da GEHEN wir rüber! schlug ANDI vor.
“äh, nein?!” erwiderte Benaja vehemmend.
“Mit Sicherheit!” bestätigte ANDI und trat auf’s Gaspedal.
Wir fuhren und fuhren und fuhren.
Während fleißig fotografiert wurde, steuerte Benaja das Lenkrad. Dies wurde zur Gewohnheit.
Dennoch beschränkten wir uns darauf, dass NUR Benaja während der Fahrt Dinge aus dem Kühlschrank im hinteren Teil des Campers holen sollte.
Dies war trotz Tempomat eine kluge Entscheidung, wie sich später herausstellen sollte…..

Auf der Suche nach der Stadt wiesen uns Schilder nicht wirklich den Weg.
Doch kluger Menschenverstand, sowie bayerische Leidenschaft verhalfen uns schon öfter zum Glück.
Wir fanden schon bald einen hervorragenden Parkplatz inmitten des Stadtrandes, doch dann sollte unser friedliche Stimmung gebrochen werden:
“wollen wir wirklich Fahrrad fahren?” fragte Benaja entsetzt.
“Es ist die beste Möglichkeit sich fortzubewegen” erwiderte ANDI.
“Aber nicht die einfachste” konterte Benaja sofort.
“Dennoch die Schnellste und schönste” erklärte ANDI belehrend.
“Klugscheißer…….ich wäre trotzdem für laufen”
“ich hab extra nicht gesagt, dass es zudem fit hält” grinste ANDI
“wenn du Sport machen willst…usw.”

…So schwangen wir uns voller Enthusiasmus auf unsere Fahrräder und düsten, auf die Architektur und alles Neue um uns herum konzentriert, durch die Straßen der dänischen Hauptstadt Kopenhavn.
Das erste Mal hatten wir am Hafen….die Bremsfunktion des Fahrrad genutzt. Sie waren gut.
Jetzt stellt euch mal Folgendes vor:

Benaja bricht in einen Redeschwall aus und unterhält die gesamte Umgebung mit seinen Erzählungen und Beschreibungen seines Wissens um die Baudenkmäler und vergangene Schlachten in diesen blutdurchtränkten Gewässern.
“Diese Architekturkunst zeugt von….”
“bereits vor vielen Jahrhunderten…”
“…so waren die letzten Worte von Sir General Sörendsen”
“die ersten Handelsversuche der Krone nach diesen verheerenden Jahrzenten der dänischen Kriegsgeschichte fanden….”
“Ernsthaft?” wunderte sich ANDI nach etwa einer halben Stunde von Benaja’s Monolog vor der tosenden Zuschauermenge.
“nein, ich wollte nur etwas sagen.” antwortete Benaja trocken, nahm sein Fahrrad und fuhr weiter.

Die Tour ging weiter entlang des eigentlich klaren Wassers, auf welchem die Sonnenstrahlen tanzten *arrrrr* und nur die funkelnden H2O-Moleküle von den Quallen ablenkten.
Vorbei an malerisch farbigen Häuserfassaden, vor denen sich das Leben in Bars und Cafés tummelte und eine Atmosphäre purer Lebensfreude versprühte, fuhren wir entlang der Grachten, in welchen alte Fischerbote neben neuen Yachten sich die Kante geben.

Genug der Hafenluft geschnuppert, begaben wir uns auf eine intellektuelle Reise zur Kopenhagener Universität. In einem altehrwürdigen Gebäude saßen sie und schmiedeten ihre Pläne zur Übernahme der Weltherrschaft.
“Wer sind sie” fragte Benaja.
“Sie” wusste ANDI.
Plötzlich erklang ein Glockenschlag, wie in einem Hitchcock-Krimi.
Benaja und ANDI wussten sofort, dass dies das vereinbarte Zeichen sein musste.
Sie fuhren weiter.

Bei den hohen Temperaturen konnte eine Chill-Session am Fluss nicht ausbleiben.
Aufgrund der mangelnden Dänisch-Kenntnisse, konnten wir doch nichts von dem FKK-Verbot in der Innenstadt wissen!
“Die sind aber empfindlich!” empörte sich Benaja.
“Das sieht die Polizeit aber anders” bemerkte ANDI die nahende weibliche Gesellschaft….

Um Zucht und Ordnung der Dänen zu erlernen, ging es - komplett angezogen - zur nächsten königlichen Militärbasis.
Von den netten Bajonetten und Gewehrläufen der königlichen Garde abgeschreckt, verzichteten wir von nun an auf weitere Ausschweifungen in der Öffentlichkeit.

Aufgrund unserer Erkenntnisse über die Machenschaften in der Kopenhagener Szene, setzten wir zu einer Jagd über die kopenhagener Parkours in Richtung Casa Carro an.
Benaja fuhr voran und ANDI dachte sich ständig:
“Als hätte ich kein Leben, das es zu verlieren gäbe”.
Nach einigen äußerst knappen Manövern und nachsichtigen Auto-, Bus- und Lastkraftwagenfahrern erreichten wir teils keuchend unser wohlverdientes Ziel.
“Nie wieder!” seufzte Benaja.

……to be continued…….

Tag 3: Flensburg: “Die Stunden des Horrors”

28. August 2010

Nach einer Nacht auf einem idyllischen LKW-Rastplatz (inkl. Dusche für 1,15p.p.) ging es weiter Richtung Norden. In Flensburg galt es die letzten wichtigen Dinge, die es in Deutschland zu tun gab, zu klären: Pfand abgeben.
Dann der erste Schock: KEIN WLAN!!
Wir wollten euch doch soooo gerne von unseren Abenteuern in Hamburg berichten. (siehe oben :) )
Doch dann geschah etwas Unerwartetes: Auf der Strecke erschien plötzlich aus heiterem Himmel ohne Voranmeldung ein Schild, welches ein Gefühl der Glückseligkeit in uns hervorrief. So sehr hatten wir uns noch nie über einen Buchstaben gefreut: M
Und unsere Hoffnungen wurden nicht enttäuscht: Der Sticker war auf der Eingangstür zum McDonald’s: “gratis WLAN”
Sofort loggten wir uns ein und Schweigen umhüllte uns eine Stunde lang. Es wurde lediglich von dem lauten Geschrei der Autoalarmanlage beim unkontrollierten Versuch die Autotüre zu öffnen, unterbrochen.
Dann der wirkliche Schock: Benaja erhielt einen Telefonanruf.
Wie konnte das nur sein?
Benaja erhält doch nie Telefonanrufe!
Benaja hat doch keine Freunde!
ANDI’s Weltbild war zerstört.
Es wurde wiederhergestellt, als sich herausstellte, wer anrief.
*Glockenklang*
Die Urlaubsplanung stand auf Messers Schneide.
Es waren keine Freunde von Benaja, die anriefen.
Es waren auch keine Morddrohungen.
Aber es war eine Frau.
Und was für eine!
Und dann ein Mann!
Und seine Schwester.
Und wir fuhren weiter.

Klosterbeten: (das ist eine Stadt)
wir hatten heute einen ganz besonders geist(l)ichen Tag.
Nach langer Besichtigung des Dorfes, welches stark an Ingolstadt oder Wertheim erinnert (mehr schien es nicht wirklich zu geben….ach ja, Burger King :) ), entschied sich ANDI dazu, sich drei weitere Roben zuzulegen. Dies stellte den ersten Einkauf in der neuen Welt außerhalb deutscher Grenzen dar.

Tag 2: Hamburg: “been there, done that”

28. August 2010

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